Sechs Banken, eine Mail: „Bitte Daten aktualisieren“
Seit Freitag verschicken Betrüger Mails im Namen der Deutschen Bank, der Volksbanken, der Commerzbank, der Consorsbank und sogar von ELSTER. Der Text ist jedes Mal fast gleich: Frist, Drohung, Link.
Die Verbraucherzentrale meldet seit dem 30. Oktober jeden Tag eine neue Variante. Die Absender wechseln, der Aufbau bleibt: eine Frist von wenigen Tagen, eine Drohung mit Sperrung, ein Link.
Außerdem diese Woche
Alle Maschen →„Hier ist die Polizei. Ihr Geld ist zu Hause nicht sicher.“
Frankfurt-Rödelheim, 3. November. Ein Anruf, angeblich vom Polizeirevier. Es habe einen Einbruch in der Nachbarschaft gegeben, die Täter hätten eine Liste. Man komme gleich und bringe Schmuck und Bargeld in Sicherheit.
Karten ansehen →„Ihr Paket wartet. Zollgebühr: 1,99 €“
Kein Paketdienst schickt Zahlungslinks per SMS. Die 1,99 € sind nicht das Ziel. Die Kartendaten sind es.
Karten ansehen →„Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer.“
Die Nachricht kommt von einer unbekannten Nummer, klingt aber vertraut. Nach ein paar Sätzen kommt die Bitte: eine Rechnung, die heute noch bezahlt werden muss.
Karten ansehen →Die Regeln, die immer gelten
Alle 12 →Erst auflegen. Dann selbst anrufen. Die Nummer von der Karte, nicht aus der Mail.
Niemand Seriöses will das Geld heute. Zeitdruck ist das Zeichen.
Bei Zweifel jemanden aus der Familie fragen. Vor dem Überweisen, nicht danach.
Jeden Sonntag eine Karte für Mama oder Papa.
Sie tragen die Handynummer Ihrer Eltern ein. Sonntags um 10 Uhr kommt eine Karte per WhatsApp. Keine App, kein Konto, kein Kleingedrucktes.
Nummer oder Link prüfen.
Eine Telefonnummer oder Internetadresse eingeben. Wir zeigen, ob sie schon gemeldet wurde.
Eine neue Masche gesehen? Schicken Sie sie uns.
Screenshot oder ein Satz reicht. Wir prüfen gegen Polizei und Verbraucherzentrale und veröffentlichen, was sich bestätigt. Ihr Name und Ihre Nummer werden nicht gespeichert.